Darko GajicAls der Plan konkreter, wurde schlug mein Bruder vor, bei Pro Linguis
in Zürich einen Termin zu vereinbaren, da ein Bekannter von ihm
mit Pro Linguis bereits gute Erfahrungen gesammelt hatte. Wichtig war
mir, dass Businessenglischkurse den Schwerpunkt des Stundenplans ausmachten
und die Kursteilnehmer im Durchschnitt etwa in meinem Alter waren. Schließlich
hat ein 28-Jähriger andere Vorstellungen und Erwartungen an einen
Auslandaufenthalt als ein Schüler in den Ferien. Deswegen wurde
mir von Pro Linguis empfohlen, das ‚Pacific Language Institute
(PLI)‘ zu wählen. Wie sich hinterher herausstellte, war das
die beste Empfehlung, die ich bekommen konnte.
Ich wählte als Unterkunft den Homestay, da es mir sehr wichtig war,
Familienanschluss zu bekommen und am Alltag einer kanadischen Familie
teilnehmen zu dürfen.
Ende Januar war es dann endlich soweit. Nach dem neunstündigen Flug kam ich voller positiver Erwartungen in Toronto an. Mit einem Taxi fuhr ich zur Broadwiev Avenue - eine ruhige Straße angrenzend an einen Park und mit Blick über Torontos Skyline. Ein wunderschönes Haus sollte nun für die nächsten 2 Monate meine Adresse sein. Herzlich wurde ich von meiner Gastmutter Silvia empfangen, sie und ihre Tochter Alexia haben mich sehr nett in ihre Familie aufgenommen und in das Familienleben integriert. Das Abendessen wurde für mich zum Grund zur Freude, da die Familie zusammen am Tisch saß und wir uns über den Tag und die Erlebnisse unterhielten. So konnte ich das Essen mit meiner Gastfamilie genießen und ganz nebenbei mein Englisch verbessern.
In der Schule, einem modernen Bau im Zentrum Torontos, fand ich mich
schnell zurecht. Meine Mitschüler kamen aus verschiedensten Ländern
der Welt. Die gesamte Schule war sehr professionell organisiert und alle
Lehrer, die mich unterrichteten, waren sehr nett. Der Unterricht wurde
stets sehr spannend und anregend gestaltet. In der Schule gilt die Regel,
dass nur Englisch gesprochen werden darf.
Je nach Kurs konnte man seine Grammatikkenntnisse aufbessern, indem man
verschiedene Aufgaben löste oder aber seine Sprachfähigkeiten
auffrischen, indem man gemeinsam einen Dokumentarfilm schaute und im
Anschluss darüber diskutierte. Aber auch das Präsentieren und
Diskutieren aktueller Wirtschaftsthemen gehörte zum Stundenplan.
In regelmäßigen Abständen wurde ein Test geschrieben,
durch den festgestellt werden sollte, inwieweit man Fortschritte verbuchte
und in welchen Bereichen noch Verbesserungspotential bestand.
Die Klasse
Die Schule bietet täglich Aktivitäten an. Von Nachmittagsausflügen, einer CN-Tower Besichtigung (CN-Tower ist das höchste frei stehende Gebäude der Welt und von der Schule in 3 Gehminuten erreichbar), Museen, Tanzkursen, bis hin zu mehrtägigen Ausflügen nach Montréal, Québec, New York oder zu den Niagara Fällen mit anschließender Shopping-Tour in den zahlreichen Outlet-Centern ist alles vertreten.
Skyline von Toronto
Nach zwei Wochen Aufenthalt entschied ich mich, einen Trip zu den Niagara Fällen zu buchen. Die Aussicht, die sich dort bietet, ist überwältigend und ich rate jedem, der in Toronto einen Aufenthalt bucht, die Niagara Fälle zu besichtigen.
Niagara Fälle
Nach drei Wochen habe ich gemerkt, wie sich meine Sprachfähigkeiten verbesserten. Ich fing teilweise an, in Englisch zu träumen. Während meines Aufenthaltes waren nur sehr wenige deutschsprachige Studierende in der Schule, somit konnte bzw. musste ich 24 Stunden Englisch sprechen. Das Sprachwissen, welches ich dadurch gewonnen habe, ist deutlich höher als das Englisch nach 7 Schuljahren.
Downtown Toronto (vom CN-Tower)
Toronto gehört für mich zu den schönsten Städten der Welt. Das kann ich auch behaupten, nachdem ich New York, Paris, Moskau oder Honolulu besichtigt habe. Die Menschen in Kanada und besonders in Toronto sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Bus- oder Strassenbahnfahrer wünschen dir einen angenehmen Abend oder warnen, wenn es draußen glatt ist, vorsichtig auszusteigen. Falls man in der Stadt mit einer Karte nach dem Weg sucht, kommt in der Regel jemand auf dich zu und fragt, ob Hilfe benötigt wird. Wer diese Erfahrungen gemacht hat, möchte Toronto gar nicht mehr verlassen. So ging es mir auch nach 8 Wochen Aufenthalt. Ich habe zahlreiche Freunde aus der ganzen Welt dazugewonnen, kann die Gastfamilie als meine Familie ansehen und mein Englisch hat sich deutlich verbessert. Ich habe vor, nach dem Sommer für einen Kurzurlaub wieder nach Toronto zu fahren, und denke darüber nach, im nächsten Jahr wieder eine vierwöchige Sprachreise bei Pro Linguis zu buchen.
Autor: Darko Gajic, 28 Jahre
Sprachaufenthalt: 8 Wochen von Januar bis März 2009, Toronto, Kanada
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