SPRACHAUFENTHALT MALAGA von Linda Stadler
Sonntag, 8. Mai 2005: Zürich Kloten bewölkt, 12° C. Volles Kontrastprogramm dazu: Málaga 31°C, Sonnenschein pur. Mein erster Tag in der modernen, pulsierenden Metropole Andalusiens verlief zum Glück ohne irgendwelche Schwierigkeiten. Meine Gastfamilie, bestehend aus einem älteren Ehepaar, nahm mich herzlich auf und zeigte mir am Abend noch das Malaca Instituto, meine Sprachschule für die künftigen fünf Wochen.

Mein erster Schultag bestand aus einem Einstufungstest und einer Stadtführung. Kontakte zu anderen waren schnell geknüpft, vorerst noch in zaghaftem Englisch, mit der Zeit aber immer mehr auf Spanisch. Das Malaca Instituto hat mich sehr überzeugt. Es ist eine moderne Schule, mit Internet für die Sprachschüler, einem eigenen Hotel, einer Bar mit Restaurant, einem kleinen Kinosaal und einem Pool. Es wurden zahlreiche Freizeitaktivitäten angeboten wie zum Beispiel Beachvolleyball, Museumsbesuche, Salsa- und Sevillanaskurse, Exkursionen nach Sevilla, Granada, Cadíz ...

      Der lebhafte Hafen von Málaga

An meinem ersten Wochenende nahm ich an einer Exkursion nach Granada teil. Unser Ziel waren vor allem die Alhambra und die Kathedrale. Die Alhambra hatte mich schon fasziniert, bevor ich sie überhaupt gesehen habe. Eine Kombination aus Festungsanlage und Palästen aus der Zeit, in der die Araber über Südspanien herrschten. Auch jetzt komme ich noch ins Schwärmen, wenn ich an die prächtigen Ornamente und Verzierungen, die schattigen Säulengänge und sprudelnden Brunnen, die dem Besucher Erfrischung bieten, denke. Auch die duftenden Rosengärten zu durchwandern, war ein besonderes Erlebnis. Ich fühlte förmlich den Zauber aus 1001 Nacht.

Am Sonntag gingen wir nach Sevilla. Auch diese Exkursion war sehr interessant, jedoch waren die prächtigen Eindrücke Granadas in vielen von uns noch so verankert, dass uns die Reales Alcázares in Sevilla, obwohl fast noch überwältigender als die Alhambra, irgendwie langweilig vorkamen.

Zurück zur Schule: Die Lehrer waren sehr nett und kompetent. Alle zwei Wochen gab es einen Test, nach dessen Bestehen man in das nächsthöhere Niveau gelangte. Wir arbeiteten mit Schulbüchern, die von einigen Lehrern des Malaca Instituts verfasst worden sind. Diese fand ich persönlich sehr gut gemacht.

In Málaga selbst gibt es viele Museen (unter anderem das Museo Picasso), eine Kathedrale, die arabische Alcazaba und auch für Shopping sind genügend Gelegenheiten vorhanden. Der Strand ist nicht unbedingt speziell schön, an gewissen Tagen war das Wasser ein bisschen schmutzig.

      Meine Reisegruppe nach Marokko

Ein speziell hervorzuhebendes Highlight war unsere Exkursion nach Marokko. Für drei Tage wechselten wir kurzerhand den Kontinent und tauchten ein in eine Welt, die so komplett anders als die uns gewohnte war. Wir besuchten die drei Städte Tétuan, Tanger, und Chef-Chaouen. Dort bummelten wir durch die Altstadt, Medina genannt, liessen die vielen Farben, Menschen, die angepriesenen Waren am Markt und (leider) auch deren Gerüche auf uns einwirken. Traditionelles Couscous durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Dieser Ausflug bot wirklich einen guten Einblick darauf, wie sich das Leben in Nordafrika abspielt.

      Meine Kollegin Kristina und ich in Chef-Chaouen

Im nahegelegenen Marbella hatten wir Glück die „Feria“, das Stadtfest, live mitzuverfolgen. Viele Frauen trugen die traditionellen, mit Rüschen besetzten, bunten Kleider und die Musik und die Tanzenden sorgten für eine ausgelassene Stimmung.

Diese fünf Wochen gingen relativ schnell vorbei und bald sass ich wieder im Flieger Richtung Zürich. Völlig zufrieden mit meinem Aufenthalt in Málaga, meinen Fortschritten in der spanischen Sprache, allen neuen Eindrücken und Erfahrungen (und zwei Kilos schwerer als vorher, „dank“ des hervorragenden Essens meiner Gastfamilie...Cuidad!)


Autorin: Linda Stadler, 20 Jahre
Sprachaufenthalt: Mai bis Juni in Málaga, Spanien

Weitere Bilder zu diesem Bericht
   
      Traditioneller Bazar in Marokko

      In einem edlen Restaurant in Marokko




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